Das Heilungsverständnis der Omnia-Gruppe
Den geistigen Omnia-Wesenheiten ist es sehr wichtig zu betonen, dass ihr Heilungsverständnis sich stark von gängigen Überzeugungen unterscheidet.
Häufig wird Heilung mit Konsolidierung assoziiert. Es besteht der Wunsch, den Status quo grundsätzlich beizubehalten, jedoch besser mit ihm umgehen zu können; sich in dem, was ist, besser zurechtzufinden. Man möchte, dass ein Symptom sich bessert/verschwindet, ohne dabei das Gesamtsystem zu berühren.
Für die Omnia-Gruppe ist ein solches Heilungsverständnis absolut legitim und für viele Menschen der richtige Ansatzpunkt. Jedoch wird die Gruppe einem Menschen mit diesem Verständnis nicht gerecht werden können. Denn die Omnia-Therapie ist nicht auf Stabilisierung ausgelegt, sondern auf Erweiterung, tiefgehende Transformation, langfristige Prozesse. Anders als in vielen Traumatherapien geht es nicht darum, Trigger besser auszuhalten, sein Stresstoleranzfenster kennenzulernen und einzuhalten, eigene Grenzen zu definieren und verteidigen. Für die Omnia-Gruppe sind Grenzen etwas, das uns gefangen hält und das es zu erweitern gilt, wenn wirkliche Entwicklung stattfinden soll. Dies ist sehr unkomfortabel.
Die Omnia-Therapie zielt auch nicht auf schnelle Symptomverbesserung - sondern auf eine dauerhafte Ausheilung von Symptomen. So ist es gut möglich, dass körperliche wie auch seelische Symptome sich zu Beginn einer Therapie zeitweise sogar verstärken, indem sie in den Fokus gerückt werden. Oftmals atmet das ganze System auf, wenn es merkt, dass Symptome nun angeschaut werden - und reagiert, indem es noch mehr Symptome produziert, die als Wegweiser im Therapiegeschehen dienen.
Auch im Hinblick auf Gefühle unterscheidet sich der Omnia-Ansatz von "klassischen" Traumaheilungszusammenhängen. Dort wird oftmals davon abgeraten, zu tief in Traumainhalte einzutauchen und alte Gefühle zu berühren - wegen der Gefahr der Retraumatisierung. Für die geistigen Omnia-Wesenheiten ist es jedoch unerlässlich, traumatische Inhalte zu fühlen; denn diese Gefühle wirken ihnen zufolge ununterbrochen im Unbewussten und richten damit, häufig über Jahrzehnte, Schaden an. Trauma-assoziierte Gefühle sind keine "schlafenden Hunde" - ganz im Gegenteil, sie sind hellwach und bellen laut. Indem man sich ihnen zuwendet und sie sich in geschütztem Rahmen zeigen dürfen, in ihrer ganzen Intensität und Schrecklichkeit, machen Klient*innen die Erfahrung, dass sie diese Gefühle heute halten können, anstatt zu kollabieren. So verändert sich Stück für Stück die Überzeugung besonders des Nervensystems, dass diese Gefühle lebensbedrohlich sind; und sie müssen nicht mehr mit hohem Kraftaufwand vermieden werden. Die Vermeidungsenergie wird nun in die Würdigung und Anerkennung des eigenen Schmerzes investiert - und zur Integration genutzt. Ein Mensch, der gelernt hat, sich seinen Dunkelheiten zu stellen; der sich in allen Aspekten, auch den schlimmsten, kennt - der muss keine Angst mehr haben vor dem, was sich in ihm verbirgt. Wie eine berühmte buddhistische Nonne sagte: "The only way out is through." Diese Überzeugung teilt die Omnia-Gruppe.
Heilung ist ein lebenslanger Weg. Und sie ist nicht für jeden Menschen innerhalb eines Lebens vorgesehen, betonen die geistigen Wesenheiten immer wieder. Deshalb kann es auch kein Heilsversprechen geben - sondern nur die Einladung eines gemeinsamen Forschungsweges, der in jedem Fall Aufregendes und Neues bereit hält. Die Gruppe freut sich über jeden Menschen, den sie ein Stück weit begleiten darf.
